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Integration

Die Berliner Grundschule ist nach dem Schulgesetz eine "Schule fĂŒr alle". Behinderte und nicht behinderte Kinder erfahren wohnortnah eine gemeinsame schulische Erziehung, das bedeutet "Integration".
Jede SchĂŒlerin und jeder SchĂŒler soll dabei breite soziale Erfahrungen sammeln und den eigenen FĂ€higkeiten entsprechend unterrichtet werden, ohne ausgesondert zu werden. Was zunĂ€chst in Berlin an einigen Schulen als Schulversuch begann, ist heute stĂ€ndige Praxis.
Die Alt-Lankwitzer Grundschule hat seit dem Schuljahr 1990/91 kontinuierlich von der ersten Klasse an Integrationsklassen eingerichtet. Heute ist sie eine Integrationsschule, das heiĂt alle Klassen sind Integrationsklassen und sollten in der Regel nicht mehr als 23 SchĂŒler haben. FĂŒr maximal 3 Kinder pro Klasse wird von der Schulaufsicht, auf der Grundlage der Empfehlung eines Förderausschusses, der "sonderpĂ€dagogische Förderbedarf" festgestellt.
In den Klassen wird nach der Grundlage der Berliner RahmenplĂ€ne gearbeitet. FĂŒr Kinder mit sonderpĂ€dagogischem Förderbedarf werden in einem Lehrerteam individuelle LehrplĂ€ne erstellt. Integrativer Unterricht hat den pĂ€dagogischen Alltag in der Schule verĂ€ndert. Alle Kinder einer Klasse mĂŒssen nicht mehr das Gleiche lernen, die individuelle Förderung des Einzelnen steht im Vordergrund. Das stellt Lehrer, Kinder und Eltern vor neue Aufgaben und Herausforderungen. So unterrichten Lehrer zeitweilig gemeinsam in einem Team.
Sie besprechen Lerninhalte und Lernformen und fĂŒhren sie in der Klasse zusammen durch. Die Leistungsbewertung durch die Notenskala von 1 bis 6 wurde fĂŒr eine individuelle Bewertung der Lernfortschritte durch die Möglichkeit verbaler Beurteilungen ergĂ€nzt. Unterrichtsformen haben sich verĂ€ndert. Es gibt u.a. Projektunterricht, freies Arbeiten, Einzelförderung im oder auĂerhalb des Unterrichts oder auch klassenĂŒbergreifende Angebote.



